Dienstag, 29. Oktober 2019

{Rezension} Alles okay von Nina LaCour

Alles okay
Titel: Alles okay
Autorin: Nina LaCour
Verlag: Hanser
Erschienen: August 2019
Seitenzahl: 204
Reihe:
















                                            Inhalt                                             


Ein Roman über das Erwachsenwerden, so berührend und großartig, dass man kaum atmen kann.
Marin hat alles hinter sich zurückgelassen, ist Tausende Kilometer geflohen vor ihrem alten Leben, vor dem Verlust ihres geliebten Großvaters. Doch eines Tages steht plötzlich ihre beste Freundin Mabel vor der Tür. Und mit ihr all die Erinnerungen an zu Hause, an Sommernächte am Strand. Mit ihrer Beharrlichkeit gelingt es Mabel, Marin aus ihrem Kokon der Einsamkeit zu befreien. Und Marin begreift, dass sie eine Wahl hat: weiter im Verdrängen zu verharren oder zu ihren Freunden und ins Leben zurückzukehren.



                                      Meine Meinung                                       

Marins Mutter ist gestorben, als sie ein kleines Mädchen war und deshalb ist sie bei ihrem Großvater aufgewachsen, der nun auch verstorben ist. Aufgrund von Trauer und Wut flüchtet sie von ihrem alten Zuhause schon früh ins College. Auch den Kontakt bricht sie vollends ab. Doch ihre beste Freundin Mabel gibt nicht auf und reist, nach unzähligen unbeantworteter Anrufe und Nachrichten, in den Weihnachtsferien zu ihr. Nun begleitet der Leser Marin, die tief in Trauer versunken ist, und in Rückblenden ihr bisheriges Leben.


Ich wünschte, es gäbe etwas, das die Einsamkeit mildert. Ich wünschte, einsam wäre ein treffendes Wort. Es ist viel zu schön.  S. 12

Nina LaCour vermittelt die Geschichte feinfühlig. Ihr Schreibstil ist so intensiv und ruhig. Durch die kurzen Sätze werden gut Marins trostlose Stimmung, Einsamkeit und ihren Schmerzen verdeutlicht. Der Leser kann von Anfang an Marins Gefühle nachempfinden und man ist direkt so gefangen in der Geschichte, dass man gar keine großen Pausen machen mag. Außerdem hat die Autorin viele kleine Details hinzugefügt, die alle von Bedeutung sind und zur Intensität der Geschichte beitragen. Es gibt so viele Metaphern, die die Gefühle der Protagonisten verdeutlichen.
Mabels Geschichte ist so intensiv, dass bald kein Auge mehr trocken bleibt. Am Ende habe ich viel geweint. Es ist so traurig und schön zugleich. Die Erkenntnisse zum Schluss haben mich sehr überrascht und geschockt. Die Geschehnisse haben mich tief berührt, wirklich tief im Herzen.  Ich finde alles perfekt, jedes kleine Detail.
Ich kann mir vorstellen, wie es wäre [...]. Nur spüren kann ich es nicht.  S. 84


                                             Fazit                                              

Gibt es ein perfektes Buch? Ich weiß es nicht. Aber Alles okay wäre es. Es ist nicht nur mein Monatshighlight, sondern auch Jahreshighlight und das beste Buch über Jahre hinweg! Die Geschichte über Marins Trauer trifft mitten ins Herz und berührt tief. Nina LaCour schafft so viele schöne Details, wovon jede Bedeutung hat und Marins Gefühle veranschaulicht.

Kommentare:

  1. Allerliebste Tine

    Ich danke dir so sehr für diese Rezension, an "Alles okay" bin ich nämlich bisher immer vorbeispaziert, weil mir das Cover einfach so gaaaar nicht gefällt und ich das Buch nicht unbedingt in meinem Regal stehen haben wollte...

    Aber du hast mich dazu bewogen, das Buch nun ganz weit oben auf meiner Wunschliste zu platzieren und ich werde ab jetzt die Augen offen halten :-)

    Alles Liebe an dich
    Livia

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    1. Liebe Livia,
      das freut mich sehr! Ich hab anfangs bei dem Cover nie erkannt, dass es ein Bett vor dem Meer ist, dachte immer, es seien rosa Felsen :D
      Ich wünsch dir viel Spaß mit der Geschichte, ich hoffe, dir gefällt sie auch so gut ♥

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