
Titel: Wir treffen uns im nächsten Kapitel
Autorin: Tessa Bickers
Übersetzerin: Heike Reissig
Verlag: Knaur
Seitenzahl: 336
Reihe: - Inhalt
Versehentlich landet Erins
Lieblingsbuch in einem von Londons öffentlichen Bücherregalen. Als sie es sich
zurückholt, entdeckt sie, dass jemand auf ihre Notizen am Rand geantwortet hat.
Der geheimnisvolle Fremde lädt sie ein, ihn am Rand von Große Erwartungen von
Charles Dickens zu treffen. Zum ersten Mal seit dem Tod ihrer besten Freundin
beginnt Erin sich zu öffnen.
Zufällig entdeckt James in einem
öffentlichen Bücherschrank eine Ausgabe von Wer die Nachtigall stört. Die am
Rand notierten Gedanken der mysteriösen Fremden berühren ihn so, dass er darauf
antwortet und das Buch zurück ins Regal stellt. Zum ersten Mal, seit er das
Mädchen verloren hat, das er liebt, beginnt James sich zu öffnen.
Was aber wird passieren, wenn
Erin und James herausfinden, dass sie einander keineswegs Fremde sind?
Quelle: Buchrückseite
Meine Meinung
Erin trauert seit Jahren um ihre beste Freundin und kündigt nun ihre
unter Druck setzende Arbeit, als sie an Bonnies Todestag nicht
freinehmen kann. Davon motiviert mistet sie gleich ihr Zimmer aus und
gibt dabei aus Versehen ihr Lieblingsbuch in den öffentlichen
Bücherschrank. Tagelang kehrt sie dorthin zurück um „Wer die Nachtigall
stört“ wieder zu finden und entdeckt es endlich – mit Antworten auf ihre
Bemerkungen. James verbringt fast mehr Zeit in seiner ehemaligen Heimat
um seiner Mutter zu helfen, als in seiner Londoner Wohnung. Als er
umzieht, entdeckt er im neuen Viertel einen öffentlichen Bücherschrank
und nimmt ein Buch mit, in dem er Notizen des oder der Vorbesitzer/in
entdeckt, die ihn inspirieren. Daraus spinnt sich quasi eine
Brieffreundschaft über Klassiker der Weltliteratur hinweg.
Schon in der Leseprobe hat es mich gefesselt, dass Erin ihre tote beste Freundin sieht und mit ihr fiktive Gespräche führt. Doch mit dem Thema Trauer ist es nicht getan, denn Erin ist auch noch sauer auf ihre Mutter, weil sie vor Jahren die Familie für eine neue Liebe verlassen hat. Dass sie ihren Job mit der überheblichen und fordernden Chefin nicht mag und kündigt, finde ich zunächst noch positiv. Nur der Kommentar von Erins Schwester, sie würde in Selbstmitleid versinken und allen anderen die Schuld an ihrem verkorksten Leben geben, hat mich gestört, denn bis dahin hatte ich es selbst noch gar nicht so gesehen (vielleicht, weil ich auch gut im Baden in Selbstmitleid bin?). Doch dann konnte ich einen Punkt in Erins Vergangenheit nicht verstehen, weil sie trotz Vielleserin keinerlei Empathie hat und das wurde leider mehrmals erwähnt. Nun hat es mich gestört, dass Erin so viele negative Aspekte in ihrem Leben hat und außerdem eine Schwester, die Therapeutin ist aber ganz schön austeilt. James‘ Kapitel sind nicht ganz so negativ, aber da er seinen Eltern in den depressiven Phasen seiner Mutter hilft, gibt es auch hier ein großes schweres Thema und kleinere Baustellen. Und insgesamt war mir das beim Lesen zu viel - viel zu viel. Ich wollte Bücherliebe, Gespräche über Bücher und eine romantische Liebe, aber bekommen habe ich Trauer, Krankheiten, Probleme im Job, unerfüllte (Lebens)Träume, Erinnerungen an Mobbing, Unzufriedenheit über das Liebesleben, kritische Beziehungen und allgemeine Betrübnis.
Den Aufbau des Buches finde ich durch die wechselnden Kapitel richtig gut, da man die Probleme und Gefühle beider Protagonisten hautnah erfährt. Vor allem, wenn sie über den bzw. die jeweilige andere Person grübeln oder warum sie genau die nächste Lektüre auswählen, hat mir gut gefallen. Am Ende konnte mich ein Detail auch sehr überraschen und die beiden haben sich weiterentwickelt, wodurch sie sympathischer geworden sind.
Schon in der Leseprobe hat es mich gefesselt, dass Erin ihre tote beste Freundin sieht und mit ihr fiktive Gespräche führt. Doch mit dem Thema Trauer ist es nicht getan, denn Erin ist auch noch sauer auf ihre Mutter, weil sie vor Jahren die Familie für eine neue Liebe verlassen hat. Dass sie ihren Job mit der überheblichen und fordernden Chefin nicht mag und kündigt, finde ich zunächst noch positiv. Nur der Kommentar von Erins Schwester, sie würde in Selbstmitleid versinken und allen anderen die Schuld an ihrem verkorksten Leben geben, hat mich gestört, denn bis dahin hatte ich es selbst noch gar nicht so gesehen (vielleicht, weil ich auch gut im Baden in Selbstmitleid bin?). Doch dann konnte ich einen Punkt in Erins Vergangenheit nicht verstehen, weil sie trotz Vielleserin keinerlei Empathie hat und das wurde leider mehrmals erwähnt. Nun hat es mich gestört, dass Erin so viele negative Aspekte in ihrem Leben hat und außerdem eine Schwester, die Therapeutin ist aber ganz schön austeilt. James‘ Kapitel sind nicht ganz so negativ, aber da er seinen Eltern in den depressiven Phasen seiner Mutter hilft, gibt es auch hier ein großes schweres Thema und kleinere Baustellen. Und insgesamt war mir das beim Lesen zu viel - viel zu viel. Ich wollte Bücherliebe, Gespräche über Bücher und eine romantische Liebe, aber bekommen habe ich Trauer, Krankheiten, Probleme im Job, unerfüllte (Lebens)Träume, Erinnerungen an Mobbing, Unzufriedenheit über das Liebesleben, kritische Beziehungen und allgemeine Betrübnis.
Den Aufbau des Buches finde ich durch die wechselnden Kapitel richtig gut, da man die Probleme und Gefühle beider Protagonisten hautnah erfährt. Vor allem, wenn sie über den bzw. die jeweilige andere Person grübeln oder warum sie genau die nächste Lektüre auswählen, hat mir gut gefallen. Am Ende konnte mich ein Detail auch sehr überraschen und die beiden haben sich weiterentwickelt, wodurch sie sympathischer geworden sind.
Fazit
So schön Wir treffen uns im nächsten Kapitel auch mit den sanften Wasserfarben gestaltet ist, ist es aber definitiv kein Wohlfühlbuch. Die Kommunikation über klassische Literatur geht leider in den vielen Themen im Buch unter. Beide Protagonisten haben viel zu viele Probleme und negative Aspekte, sodass ich zunehmend den Spaß am Lesen verloren habe.
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