
Autor: Nicholas Sparks
Übersetzerin: Astrid Finke
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 416
Reihe: - Werbung, da Rezensionsexemplar
Inhalt
Nach vielen Jahren im Ausland
kehrt Tanner Hughes zu seiner Großmutter zurück, die ihn aufgezogen hat. Kurz
vor ihrem Tod verrät sie Tanner den Namen seines Vaters und trägt ihm auf, ihn
zu finden. Erst am Sterbebett seiner Großmutter erfährt Tanner Hughes den Namen
seines Vaters. Er macht sich auf nach Asheboro, North Carolina. Dort begegnet
er der der alleinerziehenden Mutter Kaitlyn. Die beiden fühlen sich sofort
zueinander hingezogen. Doch schon bald wird Tanner zurück nach Kamerun gehen,
und beide fürchten, dass ihre Liebe keine Zukunft hat.
Ganz in der Nähe lebt der
83-jährige Jasper zurückgezogen im Wald. Nach einem tragischen Unfall ist
einzig sein Hund Arlo sein enger Begleiter. Als er hört, dass ein weißer Hirsch
in der Gegend gesichtet wurde und gejagt werden soll, setzt er alles daran, ihn
zu retten. Eine Begegnung mit Wilderern endet in einer Katastrophe. Können
Kaitlyn und Tanner ihn retten – und damit auch sich selbst?
Quelle: Buchrückseite
Meine Meinung
Tanner ist ziellos und aufgrund
seines Jobs immer in der Welt unterwegs. Seine Großmutter ist seine letzte
Verwandte, die möchte, dass er ein Zuhause findet, weshalb sie Tanner auf dem
Sterbebett aufträgt seinen Vater zu suchen. Dies führt ihn in eine Kleinstadt,
wo er direkt am Anfang auf Kaitlyn bzw. ihre Tochter trifft. Die
alleinerziehende Mutter geht voll in dieser Rolle und ihrem Beruf als Ärztin
auf.
Die Liebesgeschichte zwischen Kaitlyn
und Tanner ist schön, aber hat mir nicht am besten in diesem Buch gefallen. Die
beiden verlieben sich direkt, was aufgrund ihres ersten Aufeinandertreffens gar
nicht anders geht und auch im Klappentext so vorausgesagt wurde, aber die
Gefühle haben mich anfangs nicht erreicht. Ihre Dates und Kennenlernen ist
wirklich schön und beide sind sympathische Charaktere, die gut zusammen passen,
wie ich finde, aber es ist keine besondere Liebesgeschichte. Nicholas Sparks
hat eindeutig schon berührendere geschrieben. Zumal ich, wie Kaitlyn, Tanners
späteres Problem nicht nachvollziehen konnte.
Zu diesen beiden Protagonisten möchte
ich noch erwähnen, dass zum einen die Teenager-Tochter von Kaitlyn auch eine
große Rolle spielt. Kaitlyn bemüht sich sehr und ihre Tochter hat ihr Herz am
rechten Fleck, aber trotzdem geraten sie immer wieder aneinander – ein bisschen
Teeniedrama würzt die Geschichte. Was Tanner betrifft, finde ich es schade,
dass die Suche nach seinem Vater immer mehr in den Hintergrund rückt und es
ziemlich unspektakulär aufgelöst wird.
Der beste Teil des Buches ist
definitiv der 83-jährige Jasper. Er lebt zurückgezogen in einer Hütte am
Waldrand, schnitzt täglich (soweit es seine chronische Schmerzen zulassen) und
genießt die Stille und Natur um sich herum. Als ein seltener weißer Hirsch
gesichtet wird und deshalb Jugendliche in den Wäldern umherstreifen, versucht
Jasper mit aller Macht das seltene Tier zu schützen. Das hat mir wirklich sehr
imponiert, da Japser aufgrund seines Alters und Gesundheitszustandes erhebliche
Einschränkungen hat. Aber er hat enorm viel Zeit dafür genutzt und sich in
ungemütliche Situationen begeben, wodurch ich ihn in mein Herz geschlossen
habe. Auch sein Leben, das rückblickend immer wieder beschrieben wird, hat mich
berührt. Am Ende wird Jaspers Part der Geschichte sehr spannend und emotional,
ich hab mitgefiebert und war beim Lesen wirklich darin versunken.
Fazit
Unsere Zeit der Wunder ist eine
solide Liebesgeschichte, wobei ich von Nicholas Sparks jedoch schönere und
gefühlvollere gewohnt bin. Dafür kann der Autor mit Jaspers Geschichte punkten,
der schon viel Schönes und Schmerzhaftes erlebt hat (wird rückblickend immer
wieder erzählt) und ein beeindruckender, sehr sympathischer Mensch ist.
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