Samstag, 27. Juni 2020

{Rezension} Mein Jahr in den Bergen von Paolo Cognetti

Titel: Mein Jahr in den Bergen
Autor: Paolo Cognetti
Verlag: Penguin
Erschienen: März 2019
Seitenzahl: 144
Reihe: -















                                        Inhalt                                       

Paolo Cognetti braucht eine Auszeit vom hektischen Leben in Mailand und mietet eine Hütte in den Bergen – nicht weit von dort, wo er als Kind die Sommer verbracht hat. Das Leben auf 2.000 Meter Höhe bringt die einfachen Dinge zurück: Holz hacken, Feuer machen, einen Garten anlegen. Endlich hat er Zeit zu lesen, spricht mit den Tieren, hört seltsame Geräusche in der Nacht. Wochenlang trifft er keine Menschenseele – bis aus dem Nebel doch eine Gestalt auftaucht. 
Quelle: Verlagsseite


                                  Meine Meinung                                

Der Autor Paolo Cognetti ist tief verbunden mit den Bergen: Auch wenn er jahrelang nicht mehr in den Alpen war, hat er als Kind jeden Sommer in den Bergen verbracht und ihn dies nachhaltig beeinflusst. Nun macht er sich mit einem Rucksack voller Kleidung und Bücher auf zu einer einsamen Hütte, wo er fast ein Jahr verbringen möchte.


Die Verbundenheit mit der Natur in solcher Höhe, erfüllte stets das Geschriebene. Der Autor erzählt, welche Tiere er gesehen hat, welche Tierspuren über Nacht neu entstanden sind und welche Bäume dort oben wachsen, wie den Lärchenwald direkt hinter seinem kleinen Häuschen. Trotzdem hat mir die Tiefe gefehlt, um es selbst vor meinem inneren Auge zu sehen. Mir haben die Beschreibungen gefehlt, wie etwas ausgesehen hat und nicht nur, dass er es gesehen hat.


》Dass diese Landschaft aus Bäumen, Wiesen, Wildbächen und Steinen um mich herum so authentisch und wild sie auch wirkte, in Wirklichkeit das Produkt jahrelanger menschlicher Arbeit war, etwas genauso Erschaffenes wie eine Stadt. Ohne Menschen hätte dort nichts die Gestalt angenommen, die es nun hatte. In den Alpen gibt es keine Wilderness, es gibt nur eine lange Geschichte der Anwesenheit des Menschen und inzwischen auch eine Phase der Abwanderung.《 
S. 27

Damit das Buch nicht zu fade wird, was es trotzdem abschnittsweise war, wurde das Erlebte von Paolo Cognetti in Kapitel aufgeteilt, die sich einem Thema widmen. Dabei schweift er oft in seine Kindheit und früheren Bergtouren ab, schildert aber genauso den Besuch der Bergbauern, denen er in den Bergen begegnet ist. Leider macht er während seiner Auszeit in den Bergen charakterlich kaum eine Entwicklung durch, sodass das Geschehene nur eine Aneinanderreihung von einigen Tagebucheinträgen wird.


                                         Fazit                                        

Von diesem Buch habe ich mehr erwartet – mehr Beschreibungen der Natur, mehr Bezug auf Paolo Cognettis Gefühlsleben, mehr Inhalt. Die Erzählungen sind ganz gut zu lesen um mehr über das Leben in den Bergen zu erfahren und welche Vegetation und Tierwelt sich dort in Tausenden Metern Höhe befindet.




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