Dienstag, 5. Februar 2019

{Keine-Rezenion} Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben von Matt Haig

Titel: Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben 
Autor: Matt Haig 
Verlag: dtv 
Erschienen: 2015 
Seitenzahl:
Reihe: -



 
Da dieses Buch auf wahren Begebenheiten beruht, werde ich mir kein Urteil über den Verlauf der Geschichte oder Charaktere erlauben. Deshalb schildere ich in dieser Rezension nur meinen Eindruck, den ich während des Lesens gewonnen habe.







                                                 Inhalt                                                

Ein Buch, das es eigentlich gar nicht geben dürfte. Denn mit gerade mal 24 Jahren wird Matt Haig von einer lebensbedrohlichen Krankheit überfallen, von der er bis dahin kaum etwas wusste: einer schweren Depression. Es geschieht auf eine physisch dramatische Art und Weise, die ihn buchstäblich an den Rand des Abgrunds bringt. Dieses Buch beschreibt, wie er allmählich die zerstörerische Krankheit besiegt und langsam ins Leben zurückfindet. Eine bewegende, witzige und mitreißende Hymne an das Leben und an das Menschsein – ebenso unterhaltsam wie berührend. 
»Ich habe dieses Buch geschrieben, weil letztendlich doch etwas dran ist an den uralten Klischees: Die Zeit heilt alle Wunden, und es gibt ein Licht am Ende des Tunnels, auch wenn wir es zunächst nicht sehen können. Und manchmal können Worte einen Menschen tatsächlich befreien.« Matt Haig


                                          Mein Eindruck                                         
   
Matt Haig bekommt mit 24 plötzlich Depressionen. In diesem Buch erzählt er davon, wie er sich gefühlt hat, als er im tiefsten Loch gefangen war und wie er es geschafft hat, mit der Depression umzugehen. Er gewährt Einblicke in sein Leben, in seine Gefühlswelt und die Beziehung zu seiner Freundin Andrea, die er mittlerweile geheiratet hat.

Matt erzählt sehr intensiv, wie es ihm während der Depression ergangen ist. Er schildert seine Gefühle allgemein, aber auch oft, was er in bestimmten Situationen empfand. Er erzählt, wie sich diese Krankheit aufs Leben auswirkt, wie es sogar die kleinsten alltäglichen Dinge zu einer schwierigen Aufgabe macht. Neben seiner durchdringenden und ehrlichen Schilderung nutzt er oft auch Vergleiche und schafft Bilder, die auch Personen, die nie in Kontakt mit Depressionen kamen, nachvollziehen können. Auch seine Aufzählungen „Wie man für Jemanden mit Depressionen oder Ängsten da ist“, „Dinge, die die Depression zu dir sagt“, Symptome der Depression oder Fakten zu Selbstmord etc. tragen mit ihrer knappen und prägnanten Art dazu bei, die Krankheit greifbarer zu machen.


Wenn es am schlimmsten ist, wünschst du dir verzweifelt irgendein andere Leiden, irgendwelche körperlichen Schmerzen, weil die Psyche unendlich ist und ihre Qualen genauso unendlich sein können.《 
S.19
Trotz der schweren Thematik und der traurigen, emotionalen und, natürlich, depressiven Stimmung, ist dieses Buch sehr leicht zu lesen. Matt Haig hat einen flüssigen und leichten Schreibstil, der den Inhalt aufwiegt und das Lesen erleichtert.


Dieses Buch zeigt wie es ist, Depressionen zu haben. Jeder Mensch, der sich auf die Geschichte von Matt einlässt wird besser verstehen können, wie sich Depressionen anfühlen. Der Roman schafft es, etwas zu erklären und in Worte zu fassen, das nicht wirklich beschreibbar ist.


Andere Leute bekommen oft nichts davon mit. Dein Kopf brennt lichterloh, und niemand sieht die Flammen.《 
S. 6


                                                  Inhalt                                                 
 
Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben ist genau das, was der Titel verspricht. Matt Haig erzählt zwar von der schlimmsten Zeit seines Lebens, als die Depression ihn einnahm, aber auch, wie er es schaffte sich daraus hervor zu kämpfen. Und dieses Buch erschüttert den Leser nicht nur damit, wie sich Depressionen anfühlen, sondern gibt auch Mut, sich nicht mehr von ihr beherrschen zu lassen und wieder Freude am Leben zu haben. Und es zeigt sehr eindringlich und deutlich, wie es ist Depressionen zu haben, sodass wirklich jeder verstehen kann, wie sich die Betroffenen fühlen. 


Die Depression, das bist nicht du. Sie ist etwas, das dir passiert.《 
S.85



Keine Sternebewertung aus oben genannten Gründen 

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