Autor: Boris Koch
Originaltitel: --
Verlag: Heyne
Erscheinungsjahr: 2012
Seitenzahl: 380
Reihe: --
Inhalt
Christoph ist erst sechzehn, als er bei einem Fahrradunfall stirbt. Alles, was von ihm bleibt, ist
eine Urne Asche. Doch vier seiner besten Freunde wollen nicht
akzeptieren, dass mit der Beisetzung einfach alles zu Ende sein soll.
Hatte Christoph sich nicht immer gewünscht, die Welt zu entdecken? Die
vier graben seine Urne aus und machen sich damit auf eine lange Reise –
eine Reise, auf der sie entdecken, was Freundschaft wirklich bedeutet… Quelle: Klappentext und Amazon vermischt :D
Charaktere
Jan ist 16 Jahre alt, ein sehr guter bester Freund, pflichtbewusst, aber auch für jeden Spaß zu haben.
Selina war Christophs Freundin und ist ebenfalls von seinem Tod tief getroffen. Sie ist hübsch, klug und bodenständig.
Maik hat Christoph sein Fahrrad geliehen, das dieser beim Unfall gefahren hat, und verspürt deswegen Schuldgefühle. Maik ist wild und übertritt auch manche Grenzen, wobei er das Herz am rechten Fleck hat.
Lena fällt aus dem Rahmen, was ihr viele verwunderte, aber auch verärgerte Blicke einbringt, welche sie aber nicht stören.
Meine Meinung

Der Roadtrip führt die vier unterschiedlichen Personen an verschiedene Orte und auch auf eine Achterbahn der Gefühle. Während der Reise reden sie oft über Christoph und denken an die gemeinsame Zeit zurück. Diese Erlebnisse werden immer aus Sicht eines Protagonisten erzählt und sind zur Verdeutlichung kursiv abgedruckt. Durch ihre Erinnerungen sind sie häufig niedergeschlagen, aber sie erleben gemeinsam genauso oft gute (und manchmal lustige) Ereignisse, die ihnen helfen Christophs Tod zu akzeptieren. Die Reise an sich ist schon besonders, weil Jan, Maik, Selina und Lena verschiedenste Menschen treffen, vieles sehen und sich als Freunde finden.
Boris Kochs Schreibstil ist sehr gefühlvoll. Die Worte bilden gewaltige Sätze, die mich gefesselt und in den Gefühlen von Jan gefangen genommen haben. Ich war zwar noch nie an Jans Stelle, aber ich konnte seine Trauer, Wut und später gelegentliche Freude immer verstehen und nachvollziehen. Man hat auch wirklich gut gemerkt, dass die vier Protagonisten schon fast erwachsen sind, somit vieles meistern können, aber auch noch typisch jugendliche Schwierigkeiten haben. Auch wenn der Roman ein wichtiges und trauriges Thema behandelt, ist er trotzdem immer leicht zu lesen.
Irritiert, aber nicht sehr gestört, hat mich, dass es oft ums Klauen geht. Die vier werden bestohlen, stibitzen oft aber auch selbst etwas (wobei es ihnen hier erlaubt wurde). Dass die vier Christophs Urne ausgraben, ist nicht ganz realistisch, aber das stört hier überhaupt nicht, weil es in der Geschichte um die Trauerverarbeitung der vier Jugendlichen geht und dies nur den Rahmen bildet.
Fazit
Die vier Jugendlichen erleben während ihres Roadtrips eine Achterbahn der Gefühle, die Boris Koch mit seinem Schreibstil wunderbar vermitteln kann. Die vielen Begegnungen mit anderen Menschen und ihre Gespräche und Erinnerungen über Christoph sind viele kleine Details, die den Roadtrip nicht gewöhnlich erscheinen lassen und sie von Bekannten zu Freunden macht.
4 von 5 Buchstabenhaufen
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.
Ich freue mich über jeden Kommentar und den Austausch mit dir!