
Autorin: Julie Caplin
Übersetzerin: Christiane Steen
Verlag: Rowohlt
Seitenzahl: 432
Reihe: Country Escapes #1 Ein Zuhause im Frühling #2 Ein Wiedersehen im Sommer
Inhalt
Die Londoner Illustratorin Ella
braucht dringend eine Pause – von ihrem aufreibenden Großstadtleben, von ihrer
On-Off-Beziehung und von ihrer künstlerischen Krise. Zum Glück kann sie für ein
halbes Jahr das kleine Cottage ihrer verreisten Patentante in Wilsgrave hüten.
Hier in der englischen
Countryside versucht Ella zu sich zu finden.
Allerdings hat sie die Rechnung ohne die quirligen Dorfbewohner gemacht. Auch
von einem vierbeinigen Mitbewohner im Cottage war nicht die Rede – aber die
schwarze Labradorhündin Tess hält Ella ziemlich auf Trab. Und leider merkt der grummelige
Dorftierarzt Devon sofort, dass sie eigentlich keine Ahnung von
Hunden hat. Doch bei ausgiebigen Spaziergängen entdecken die beiden, dass sie
mehr gemeinsam haben als erwartet…
Quelle: Buchrückseite
Meine Meinung
Die Illustratorin Ella braucht eine Auszeit von ihrem Freund und
Ereignissen in London, weshalb sie aufs Land reist um das Cottage ihrer
Patentante zu hüten. Dort will sie Distanz zu ihrem Londoner Leben
schaffen und ihre Kreativität wieder finden. Doch überraschenderweise
muss sie die Labradorhündin Tess hüten und die Dorfgemeinschaft fordert
von ihr Tätigkeiten, die sonst ihre Patentante übernommen hat. Statt
alleine im Cottage zu malen, trifft sie also immer wieder auf einige
Dorfbewohner/innen, wie den Tierarzt Devon oder seine Mitarbeiterin
Bets, und beginnt Gefallen an ihrem neuen Leben dort zu finden.
Ich finde die Cottage- und Dorfatmosphäre in der Geschichte richtig schön. Wilsgrave ist ein kleines Dorf mitten in wunderschöner Landschaft und mit sehr sympathischen, aber auch typisch nervigen Bewohner/innen. Der Vibe ist gemütlich, amüsant und herzlich, weil das Landleben anschaulich dargestellt wird. Ella ist total in Slow Living eingetaucht und aufgegangen, z. B. beim Blumenschmuck für die Kirche. Die Menschen im Dorf sind total unterschiedlich und tauchen zum richtigen Zeitpunkt pointiert auf. Die Tierarzthelferin Bets ist so eine liebenswerte Frau und selbst die nervigste Dorfbewohnerin, die es ja auch immer geben muss, hat mich nur schmunzeln lassen. Die Protagonistin selbst war unter anderem mit ihrer Arglosigkeit und ihrer Ansicht zum Schminken oft sehr klischeebehaftet, insgesamt wird ihr Charakter aber stets sehr anschaulich und nachvollziehbar dargestellt.
Die Wendungen, die dann im weiteren Verlauf auftauchen, haben mir eher weniger gefallen. Der erste Plotttwist hat mich überrascht, aber nur, weil ich dachte es wäre schon längst offensichtlich. Dieser Punkt hat mich übrigens schon von Anfang an genervt. Und bevor ich total schwammig weiterschreibe, im Grunde fand ich es auch positiv für die Geschichte, nur das Wie war schon sehr gewollt und unverschämt. Die zweite Wendung hat mich aufgeregt. Wie kann Ella so gelebt haben? Das ist heutzutage doch total unrealistisch. Wobei danach sogar etwas Action aufkam, was mir ziemlich gut gefallen hat, weil hier Schwung in die Geschichte kam. Und positiv umgesetzt finde ich auch tiefgründige Aspekte von Ellas Vergangenheit in London.
Ich finde die Cottage- und Dorfatmosphäre in der Geschichte richtig schön. Wilsgrave ist ein kleines Dorf mitten in wunderschöner Landschaft und mit sehr sympathischen, aber auch typisch nervigen Bewohner/innen. Der Vibe ist gemütlich, amüsant und herzlich, weil das Landleben anschaulich dargestellt wird. Ella ist total in Slow Living eingetaucht und aufgegangen, z. B. beim Blumenschmuck für die Kirche. Die Menschen im Dorf sind total unterschiedlich und tauchen zum richtigen Zeitpunkt pointiert auf. Die Tierarzthelferin Bets ist so eine liebenswerte Frau und selbst die nervigste Dorfbewohnerin, die es ja auch immer geben muss, hat mich nur schmunzeln lassen. Die Protagonistin selbst war unter anderem mit ihrer Arglosigkeit und ihrer Ansicht zum Schminken oft sehr klischeebehaftet, insgesamt wird ihr Charakter aber stets sehr anschaulich und nachvollziehbar dargestellt.
Die Wendungen, die dann im weiteren Verlauf auftauchen, haben mir eher weniger gefallen. Der erste Plotttwist hat mich überrascht, aber nur, weil ich dachte es wäre schon längst offensichtlich. Dieser Punkt hat mich übrigens schon von Anfang an genervt. Und bevor ich total schwammig weiterschreibe, im Grunde fand ich es auch positiv für die Geschichte, nur das Wie war schon sehr gewollt und unverschämt. Die zweite Wendung hat mich aufgeregt. Wie kann Ella so gelebt haben? Das ist heutzutage doch total unrealistisch. Wobei danach sogar etwas Action aufkam, was mir ziemlich gut gefallen hat, weil hier Schwung in die Geschichte kam. Und positiv umgesetzt finde ich auch tiefgründige Aspekte von Ellas Vergangenheit in London.
Fazit
Ein Zuhause im Frühling beinhaltet eine tolle Dorfgemeinschaft und
passende Elemente von Slow Living, weshalb ich mich schon sehr freue
mit der Fortsetzung nach Wilsgrave zurückzukehren. Ella selbst und ihre
Entwicklung sind klischeebehaftet, was ich so von der
Beststeller-Autorin gar nicht erwartet hätte. Die Wendungen am Ende
haben mich verwirrt, genervt, aber auch viel Action und Heiterkeit in
die Geschichte gebracht. Für Fans von Hunden und Slow Living bzw.
herzlichem Kleinstadtsetting, aber auch etwas Tiefgründigkeit, kann ich
die Geschichte sehr empfehlen.

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