Freitag, 17. August 2018

{Rezension} Das Mädchen, das in der Metro las von Christine Féret-Fleury

Titel: Das Mädchen, das in der Metro las
Autorin: Christine Féret-Fleury
Verlag: Dumont
Erschienen: Mai 2018
Seitenzahl: 176
Reihe: -
 















                                                             Inhalt                                                            
  
Welches Buch wird Dein Leben verändern?
Sobald Juliette in der Metro sitzt, flüchtet sie sich in die Welten ihrer Romane, oder sie beobachtet die Menschen um sich herum: Die Dame Mit dem Kochbuch, den Insekten-Experten, das Mädchen mit dem Schmöker. Als sie eines Tages beschließt, zwei Stationen früher auszusteigen, begegnet Juliette dem kauzigen Soliman, der glaubt, dass jedes Buch die Macht hat, ein Leben zu verändern…
Quelle: Klappentext Buchrückseite


                                                       Meine Meinung                                                    
    
Juliette führt jeden Tag ihr eintöniges und tristes Leben. Jeden Tag die gleiche Morgenroutine, dieselbe Metrolinie, dieselbe unbefriedigende Arbeit im Maklerbüro, die gleiche Abendbeschäftigung und nach dem Schlafen wieder den gleichen Tag wie gestern. Nur die Geschichten in Büchern reißen sie aus der Monotonie und Langweiligkeit des Lebens. Während der täglichen Metrofahrt beobachtet Juliette ihre Mitmenschen. Sie interessiert sich für deren aktuelle Lektüre und spinnt dazu ein Leben der Leser, warum sie gerade dieses Buch lesen. Juliette versucht in ihrem tristen Alltag Träume zu finden, wurde aber aufgrund ihres stumpfen Lebens desillusioniert.

Eines Tages bricht sie aus dem Einheitsbrei aus und steigt zwei Stationen zu früh aus der Metro. Auf ihrem Fußweg zur Arbeit entdeckt sie ein altes Buch, das in ein Tor geklemmt ist. Als sie hineingeht, findet sie Soliman in einem Raum voller Bücher vor. Er lebt völlig abgeschieden in seiner eigenen kleinen Welt voller Bücher. Er ist exzentrisch, etwas verschroben und sehr zurückhaltend, was ihn geheimnisvoll macht. Juliette ist fasziniert von Solimans Laden mit Büchern bis unter die Decke, für die er mittels Boten den passenden Leser sucht.


 Immer denkt man gleich das Schlimmste. Es geht darum, anderen Menschen Bücher zu geben, damit es ihnen im Leben besser geht.
Juliette, S.54


Christine Féret-Fleury führt den Leser in eine Welt voller Bücher und vermittelt durch Soliman nicht nur die Liebe zu Büchern, sondern misst ihnen auch große Bedeutung bei. Der Schreibstil ist ebenfalls sehr außergewöhnlich und teilweise distanziert. Auch wenn ich immer in die Geschichte eintauche und fast nichts mehr von meiner Umgebung wahrnehme, fühlt man sich beim Lesen dieses Buches, als wäre man fernab unserer Welt. Die Geschichte ist auch sehr leise und ruhig, sodass man sehr aufmerksam lesen muss, und kommt ohne Spannung aus.

Im Mittelteil treten Geschehnisse auf, die nicht unmittelbar Sinn auf die Geschichte werfen. Ich hab mich gefragt, worauf die Autorin hinaus möchte. Im Verlauf des Buches verbringt Juliette immer mehr Zeit in Solimans Refugium und erfährt somit am Ende eine wichtige Botschaft.

 
                                                            Fazit                                                             
  

Das Mädchen, das in der Metro las ist eine ruhige Geschichte mit wenig Spannung und unterschiedlichsten Geschehnissen, die nicht immer zum Sinn der Geschichte beitragen. Sehr angenehm und ruhig erzählt Christine Féret-Fleury von der Liebe und Bedeutung der Bücher.

Edit 20.08.: Bisher war fälschlicherweise eine 2-Sterne-Bewertung angezeigt, tut mir leid! Ich hab dem Buch 4 Sterne gegeben.

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