Samstag, 10. Januar 2015

{Rezension} delirium von Lauren Oliver

Titel: delirium [amor deliria nervosa]
Autorin: Lauren Oliver
Originaltitel: Delirium
Verlag: Carlsen
Erscheinungsjahr: 2011
Seitenzahl: 409
Reihe: 1. Teil einer vollständig erschienenen Trilogie.












Inhalt
 
Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.
Klappentext Innenseite


Charaktere
 
Lena ist 17 Jahre alt, hat die Schule beendet und wird in wenigen Monaten von amor deliria nervosa geheilt.
Hana ist ebenfalls 17 Jahre alt und Lenas beste Freundin. Sie hat reiche und angesehene Eltern.
Rachel ist Lenas größere Schwester, die schon länger geheilt und auch verheiratet ist.
Carol ist Lenas und Rachels Tante, die die beiden aufgenommen hat, seitdem deren Eltern tot sind.
Alex ist ca. 20 Jahre alt und bereits geheilt. Er studiert und jobbt nebenbei als Wachmann am Labor, in dem die 18-Jährigen von der Krankheit Liebe geheilt werden.


Meine Meinung
 
Das Geschehen in delirium wird mittels der Ich-Perspektive aus Lenas Sicht erzählt. Somit erfährt man schrittweise mit ihr immer mehr Details über die Krankheit, die Heilung, die Gesetze der Regierung und später auch ihre Zweifel am System. Ihre Empfindungen, die sie nur bis zu dem Eingriff haben wird, werden ebenfalls sehr detailliert beschrieben.
Der Schreibstil von Lauren Oliver ist toll. Anfangs musste ich in die Geschichte hineinfinden, aber mit jeder Seite bin ich immer öfter gerne in Lenas Welt eingetaucht. Besonders die Charaktere und deren Verhalten und Gefühle werden besonders genau beschrieben. Somit merkt man ab der Hälfte deutlich, wie sehr sich die jungen und ungeheilten Menschen von den Gesunden unterscheiden.


Lena ist nicht die sympathischste Protagonistin, die es in einem Buch geben kann. Jedoch bin ich gut mit ihr klar gekommen und habe sie auch bald verstanden, wenn ich auch ihr Verlieben zu schnell empfand. Kaum hat Lena die „Symptome von amor deliria nervosa“ verspürt, hat sie sie auch schon akzeptiert. Hier hätte ich mir mehr Scheu und Angst vor der Krankheit gewünscht. Ebenfalls etwas unverständlich war für mich, dass Hana Lieder gehört hat, die verboten sind, Lena hingegen die brave 17-jährige ist und sich später ihre Rollen vertauscht haben.
 

Der Klappentext deutet es an und dem Leser ist es von vornherein klar, dass die Protagonistin der dystopischen Welt, in der die Liebe eine Krankheit darstellt, sich trotzdem verlieben wird. Also ist vieles und besonders das Grundgeschehen des Buches schon vor der Lektüre vorhersehbar. Trotzdem ist wegen dem besonders angenehmen Schreibstil das Buch eine tolle Lektüre - und auch durch die vielen Details, die ich an dieser Stelle nicht verraten möchte. Lauren Oliver hat in dieser Welt nicht nur die Liebe zur Krankheit erklärt, sondern auch die Überwachung der Leute, die Heilung an sich und die einzelnen Menschen vielschichtig kreiert und ihnen besondere Details zugedacht, die die Geschichte interessant machen.
 

Mit jeder Seite erhält die Dystopie ihren besonderen Schliff und kann somit am Ende einem großen Schock für den Leser bereithalten.


Fazit
 
delirium hat trotz der teilweise vorhersehbaren Handlung viele Details, die die Geschichte aufwerten. Auch wenn der Leser den Charakteren auf emotionaler Ebene nicht sehr nahe kommt, kann Lauren Oliver mit ihrem tollen Schreibstil und der detaillierten Beschreibung der Handlungen und Gefühle punkten.


 4 von 5 Buchstabenhaufen

Kommentare:

  1. Ich hatte ja einige (nachträgliche) Differenzen mit dem Buch :D Band zwei hatte ich dann schon nach wenigen Seiten abgebrochen....

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    1. Lese momentan den 2. Band und er gefällt mir bisher (S. 96) auch recht gut....

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