Montag, 22. September 2014

{Rezension} Tausend mal gedenk ich dein von Heike Eva Schmidt

Titel: Tausend mal gedenk ich dein
Autorin: Heike Eva Schmidt
Originaltitel: --
Verlag: Boje
Erscheinungsjahr: August 2014
Seitenzahl: 248
Reihe: --













Inhalt
Klappentext:
Eigentlich läuft alles rund für Nelly. Mit Pina hat sie eine tolle beste Freundin an ihrer Seite, und als sie sich auch noch in Elias verliebt, den Jungen mit den dunken Wuschelhaaren und den graublauben Augen, könnte ihr Glück perfekt sein. Daoch dann werden in hrer Klasse immer wieder Mitschüler in merkwürdige Unfälle verwickelt - und der Verdacht fällt ausgerechnet auf Nelly. schon bald verwischen sich die Grenzen zwischen Gut und Böse. Und Nelly muss erkennen:
Das Schlimmste ist manchal gar nicht die Lüge - sondern die Wahrheit


Charaktere
 
Nelly ist 15 Jahre alt.
Pina ist Nellys beste Freundin und geht in die Klasse über ihr. Sie ist etwas egoistisch, aber die Freundschaft, die die beiden Mädchen verbindet, reicht von Spaß haben bis füreinander da sein in ernsten Situationen.
In Elias ist Nelly verliebt. Er ist total süß und sehr loyal. Ob aus den beiden ein Paar wird, müsst ihr selbst nachlesen.
Jule ist neu in Nellys Klasse gekommen, da sie mit ihrer Familie aus London hergezogen ist. Anfangs ist sie sehr zurückhaltend, doch durch den Kontakt zu den neuen Klassenkameraden taut sie auf.



Meine Meinung
 
„Tausend mal gedenk ich dein“ wird aus der Sichtweise von verschiedenen Charakteren erzählt. Hauptsächlich schildert Nelly, mittels der Ich-Perspektive, das Geschehen. In einige Kapitel dazwischen wird die Geschichte aber auch von Elias, Jule und Pina aus der personalen Erzählsituation beschrieben.
Schon am Anfang des Buches wird man in die Geschichte hineingezogen wie in einen Strudel und kommt nicht mehr raus - ans seichte Ufer. Der Prolog nimmt den Leser gefangen, da Heike Eva Schmidt die Gefühle der Person so real und nachvollziehbar vermittelt. Die Einsamkeit, Verletztheit und Verzweiflung des Charakters ist hautnah zu spüren. Diese Person schreibt im Laufe des Buches immer wieder Abschnitte, die mit „Brief an mich“ betitelt sind.

 












Zu Beginn der Geschichte ist noch alles in Nellys Leben ok. Sie hat eine wunderbare Beziehung zu ihrer besten Freundin Pina. Die beiden können gut miteinander lachen und Quatsch machen, haben aber auch immer ein offenes Ohr für die Probleme der jeweils anderen. Nelly lernt Elias kennen, in den sie sofort verliebt ist und der auch Interesse an ihr zu haben scheint. Außerdem kommt Jule neu in die Klasse, der Nelly anfangs alles Wichtige zeigt und sie sich dadurch langsam anfreunden. Doch dann geschehen „Unfälle“ und mysteriöse Dinge – doch wer steckt dahinter?
Auch wenn der Leser ab der Mitte des Buches so langsam weiß, wer von seinen Verdächtigen hinter den mysteriösen Unfällen stecken mag, ist das Buch trotzdem sehr spannend. Vor allem nachdem bekannt ist, wer der Täter war, überrascht Heike Eva Schmidt mit einer erschreckenden Wendung. Diese schlägt dem Leser wie ein Paukenschlag mitten ins Gesicht, sodass man zunächst atemlos vor der Geschichte verharrt.
Der Epilog gibt einen schönen Ausblick auf die weitere Zukunft von Nelly vor. Einerseits merkt man, dass die nächsten Wochen und Monate sehr schwer für sie werden, andererseits erkennt man zwischen den Zeilen ein Fünkchen Hoffnung für Nellys weiteres Leben.
Ich liebe Heike Eva Schmidts Schreibstil! Kaum hat man einen Satz gelesen, fliegt man schon über die nächsten Seiten hinweg. „Tausend mal gedenk ich dein“ ist mit 248 Seiten zwar nicht sonderlich dick, trotzdem ist es der Schreibstil, der den Leser über die Zeilen jagt. Heike Eva Schmidt kann die Gefühle und Empfindungen von Charakteren so gut beschreiben, dass man denkt, man  wäre selbst die geschilderte Person. Z. B. Nellys Verzweiflung und Wut, als ihre Mitschüler sie verdächtigen, ist hautnah beschrieben, sodass man selbst den Zorn auf die Klassenkameraden verspürt. Hierdurch und durch die wunderbaren Vergleiche wird man in die Geschichte reingezogen  - vor allem auf emotionaler Ebene. Egal aus welcher Sichtweise das Geschehen geschrieben ist, das Verhalten der Charaktere ist vollkommen nachzuvollziehen. Dadurch erkennt man auch, dass das Kapitel von unterschiedlichen Jugendlichen erzählt wird – nicht nur durch den Namen, der am Anfang der Seite vermerkt ist.



Fazit
 
Heike Eva Schmidts Schreibstil jagt den Leser durch das Buch. Die unterschiedlichen Charaktere, aus deren Sicht die Geschichte beschrieben wird, wurden sehr realistisch und nachvollziehbar dargestellt, sodass der Leser deren Empfindungen auf sich selbst überträgt. Auch wenn die Spannung im hinteren Drittel etwas abnimmt, lohnt es sich auf die überraschende Wendung am Ende des Buches zu warten.

4,5 von 5 Sternen

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