Mittwoch, 18. November 2015

{Rezension} Rocky Mountain Kid von Virginia Fox


Titel: Rocky Mountain Kid 
Autorin: Virginia Fox 
Originaltitel: -- 
Verlag: Dragonbooks 
Erscheinungsjahr: September 2015    
Seitenzahl: 276 
Reihe: Rocky Mountain Serie #4, deren Bände man unabhänging voneinander lesen kann
Band 5 erscheint im Dezember
















                                                        Inhalt                                                       
 
Ein Streuner mehr oder weniger, was ist da schon dabei, denkt Paula, als sie die Ausreißerin in ihrer Scheune entdeckt. Besser, als sich den Kopf über einen bestimmten Tierarzt zu zerbrechen. Die dreizehnjährige Leslie traut ihrem Glück nicht. Kann es wirklich sein, dass sie bei der netten Frau mit dem großen Herz und den wundervollen Tieren, wo sie zufälligerweise gelandet ist, eine neue Familie gefunden hat? Der Tierarzt Nate hingegen kämpft mit eigenen Problemen. Entgegen seiner festen Absicht, der Liebe nach seiner Scheidung aus dem Weg zu gehen, hat er sein Herz ausgerechnet an die Frau verloren, die keinen Hehl daraus macht, dass sie ihn nicht ausstehen kann. Während jeder auf seine Art versucht, sich an die Veränderungen im Leben zu gewöhnen, droht plötzlich von unerwarteter Seite Gefahr. Schaffen es Nate, Paula und Leslie ihr gemeinsames Glück zu retten?
Quelle: Klappentext Buchrückseite



                                                     Charaktere                                                    
 

Paula ist Mitte 30 und führt, etwas außerhalb von Independence, einen Rinderhof mit vielen Pferden und Hunden. Sie ist es gewohnt ständig Arbeitskleidung zu tragen und alle Aufgaben alleine zu meistern.
Leslie ist 13 Jahre alt, hat ihre Eltern nie kennengelernt und ist von ihren Pflegeeltern ausgerissen, weshalb sie nun bei Paula gelandet ist. Sie ist unglaublich tierlieb und gegenüber Menschen, die ihr nur Gutes wollen, sehr scheu, weil sie nicht glauben kann, dass jemand dauerhaft Kontakt zu ihr haben möchte.
Nate ist erst seit kurzem in der Stadt und verdient seinen Lebensunterhalt als Tierarzt.
Paige ist Journalistin und kurzzeitig in Independence. Sie ist neugierig, mischt sich oft in fremde Dingen ein – natürlich, Journalistin eben ;) – und hat Angst vor Hunden.




                                                  Meine Meinung                                                 

Das Buch wird aus vielen verschiedenen Sichtweisen erzählt, was aber nie störend wird. Der Leser bemerkt durch die personale Erzählperspektive sofort, welcher der Charaktere das Geschehen schildert. Ich finde das gut, weil ich so die Gedanken der wichtigsten Protagonisten erfahren habe und auch, was gleichzeitig an unterschiedlichen Orten geschieht.
 

Wie der Titel „Rocky Mountain Kid“ und der Zusatz „Paula + Nate“ schon sagt, handelt das Buch hauptsächlich um Leslies Erlebnisse und das Liebeslieben ihrer neuen Ziehmutter Paula. Der Leser erfährt so einiges über Leslies bisheriges Leben, ihre momentane Situation und auch über ihre leiblichen „Eltern“. Auch die Liebe zwischen Paula und Nate wird oft thematisiert und hält ebenfalls einige Wendungen bereit. Durch den Klappentext hätte ich erwartet, dass Leslie auf Paulas Hof stößt und diese kennenlernt. Anfangs war ich vor den Kopf geschlagen, weil Leslie und Paula sich bereits getroffen hatten. Schön fand ich dann, dass deren Beziehung erst begonnen hat und noch lange reifen musste, was man im Weitern als Leser hautnah miterleben durfte.
 

Was mir besonders gut an Virginia Foxs Schreibstil gefallen hat, war die Beschreibung der Charaktere. Leslies Unsicherheit gegenüber Paula und ihrem neuen Leben allgemein, konnte ich stets nachvollziehen und habe über ihre Gedanken und Vermutungen oft traurig den Kopf geschüttelt. Auch Paulas Familie wurde so gut geschildert, dass ich ihre herzliche Art und enge Verbundenheit untereinander sofort ins Herz geschlossen habe. An einigen Stellen hatte ich auch Tränen in den Augen, weil mich das Geschehen und Virginia Foxs Art zu Schreiben sehr berührt haben. Lustig hingegen war der Umgang der Liebespaare miteinander. Beispielsweise Paula und Nate, deren Geschichte hier hauptsächlich erzählt wird, haben viele Gespräche, in denen sie sich gegenseitig geneckt haben, geführt und einen schlagfertigen Dialog nach dem anderen geliefert. Ich musste sehr oft grinsen oder gar lachen!
 


Ich habe mich in der Kleinstadt Independence am Fuße der Rocky Mountains sehr wohlgefühlt. Dass die Bewohner im einzigen Diner Wetten über die  unterschiedlichsten Dinge abgeschlossen haben, ist eine echt geniale Idee. Die Wetten gehen z. B. darüber, wer mit wem zusammenkommt - also nichts Ernstes, wodurch die Betroffenen verletzt werden würden.
 

Etwas enttäuschend war, dass kaum Beschreibungen über die Berge Rocky Mountains vorgekommen sind. Die landschaftlichen Begebenheiten rund um Independence, insbesondere bei Paulas Hof, wurden gelegentlich erwähnt, jedoch kaum der Anblick der Rockys. Ich bin aber nicht allzu unzufrieden damit, denn vielleicht kamen die gewünschten Beschreibungen in den bisherigen Bänden vor, die ich noch nicht gelesen habe.
 

Das Ende wartete dann mit einem Show-Down auf, der sehr spannend war. Bis zur letzten Minute des Geschehens habe ich gehofft und gebangt. Es gab auch viele Details, unter anderem mit der Journalistin Paige, deren optimale Auflösung ich mir bis zum Schluss nicht vorstellen konnte, die mich dann aber vollends überzeugen konnten.



                                                         Fazit                                                        

„Rocky Mountain Kid“ ist eine tolle Geschichte, die mit einem wunderbaren Schreibstil erzählt wird. Die klitzekleinen Kritikpunkte stören kaum, sodass man sich in die Geschichte fallen lassen kann. Ich bin wirklich begeistert und werde die anderen Bände der Reihe auch noch lesen.
4,5 von 5 Buchstabenhaufen

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