Sonntag, 30. Juni 2013

[Rezi] Wenn auch nur für einen Tag von Annette Moser

                                 Inhalt                                

Lukas steht vor dem Nichts. Unter Zeugenschutz muss er alles verleugnen: seine Herkunft, seine Familie, sogar seinen richtigen Namen. Erst als er Jana kennen lernt, kann er sein neues Leben langsam akzeptieren.
Jana trauert um ihren Bruder Florian. Um den Schmerz zu lindern, verdrängt sie seinen Tod und verstrickt sich dadurch immer mehr in ein Gewirr aus Lügen.
Keiner von beiden ahnt, dass ihre Schicksale ausgerechnet durch Florians Tod verknüpft sind. Die Lügen drohen ihre Liebe zu zerstören. Dennoch wünschen sich Lukas und Jana nichts sehnlicher, als einmal ungetrübt glücklich sein zu dürfen - wenn auch nur für einen Tag.







                                                 Charaktere                                                

Jana ist eine ganz liebe Person. Sie ist zwar sehr ruhig, aber total sympathisch. Sie ist sehr sozial, da sie freiwillig ohne Bezahlung in einer Kindertagesstätte aushilft. Sie ist ein Familienmensch: Der Tod ihres Bruders Florian nimmt sie sehr mit und auch Monate danach findet sie nicht wieder in die Normalität ihres Lebens zurück. Außerdem ist ihre beste Freundin und Mitbewohnerin ihre Cousine Carla.
Lukas alias Matteo
war vor der Zeit des Zeugenschutzprogrammes sehr eingebildet und ein Frauenheld. Er war angewidert von der reichen Gesellschaft, die bestrebt ist, nach außen hin eine heile Familie zu zeigen obwohl hinter der Fassade alles zu zerbröckeln droht. Nachdem er nach Hamburg gekommen ist, wurde er ein sehr liebenswerter Charakter. Ich finde, dass er fernab der reichen Gesellschaft erst  seinen wahren Charakter gefunden hat.


                                              Meine Meinung                                             

Die Geschichte wird abwechselnd von Jana und Lukas erzählt. Statt der Zahlen des jeweiligen Kapitels steht der Name der erzählenden Person über dem Kapitelanfang und auch am unteren Ende der Seite neben der Seitenzahl. Wenn über die Vergangenheit von Lukas erzählt wird, befindet sich dort sein ehemaliger Name Matteo.
Die
Liebesgeschichte ist sehr gut dargestellt. Sie entwickelt sich langsam zwischen den beiden, anstatt, wie in so vielen Büchern, von der ersten Minute an da zu sein. Als sie sich das erste Mal sehen, sind sie schon etwas beeindruckt und fasziniert von ihrem Gegenüber, doch Liebe auf den ersten Blick ist es nicht. Während sie sich immer wieder über dem Weg laufen, bemerkt der Leser, dass sich die beiden zueinander hingezogen fühlen. Bis sie aber ein
glückliches Paar sind, befinden sich viele „Steine“ im Weg der beiden. Das wiederum finde ich gut, da der Tod von Janas Bruder Florian und die Vergangenheit von Lukas eine wichtige Rolle spielen. Aber nicht nur diese beiden Komponenten…
Die Entwicklung der Charaktere ist sehr gut dargestellt. Jana findet durch die Liebe zu Lukas aus ihrer Trauer zu ihrem Bruder. Dabei konnte ich jedoch nicht immer den Grund ihrer Handlung nachvollziehen. Vor allem Lukas hat eine sehr große Entwicklung durchgemacht. Zunächst noch der arrogante Bad-Boy und später ein liebenswerter junger Mann, der die wirklich wichtigen Dinge im Leben erkannt hat. Ohne Kontakt zur reichen Gesellschaft oder seiner Familie, hat er zu sich selbst gefunden, zu dem jungen Mann, der eigentlich schon immer in ihm geschlummert hat.
Alle Charaktere wurden gut dargestellt, auch die Nebencharaktere. Dabei hat die Autorin alle Dimensionen ihrer Leben beachtet, nicht nur die relevanten, wie in anderen Liebesromanen. So erlebt der Leser mit Lukas, wie er sich im Rahmen des Zeugenschutzprogrammes
ein neues Leben fernab seiner Familie und ohne Reichtum aufbauen muss. Dabei hängt er zunächst noch sehr an seiner Familie und verachtet fast schon alle Personen, welche er in Hamburg trifft und nicht reich sind.

Der Roman beinhaltet viele überraschende Wendungen und neue Perspektiven für die Charaktere, die die Liebesgeschichte anreichern und so einen wahren Lesegenuss zaubern. So erwartet der Leser z. B. nicht die Geschehnisse am Ende. Ich hätte es auch nicht so erwartet, aber konnte das Geschehene gut nachvollziehen. Trotzdem empfand ich das Ende etwas zu überzogen und finde es schade, dass ein Aspekt, der mit einem anderen Nebencharakter zu tun hat, nicht mehr aufgegriffen und -geklärt wurde.




                                                      Fazit                                                     

Ein wunderbarer Liebesroman, deren Hauptcharaktere langsam die Zuneigung zueinander finden und deren Liebe so einige Probleme bewältigen muss. Die nebensächlichen Aspekte in der Geschichte wurden gut ausgebaut, wobei das Buch auch wenige Schwächen aufweist.

4 von 5 Buchstabenhaufen

Kommentare:

  1. Ich will es soooooooooo gerne lesen. Es klingt irgendwie nach dem perfekten Buch für mich. *-*
    Schöne Rezi! <3

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ja, das Buch ist wirklich toll!
      dankeschööööön =)

      Löschen